Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Therapie-Typ
Hi ihr.
Meine Freundin will in psychologische Behandlung, is sich aber noch recht unsicher ob sie zu nem männlichen oder weiblichen Therapeuten gehen soll, ebenso wenig weiß sie ob sie zu einem soll der etwas einfühlsamer ist oder zu einem der Tacheles redet.
Habt ihr n Tip bzw Ratschlag oder ist das immer individuell von Problem und/oder Person abhängig?
Hi Happy,
ja, ich glaube das ist tatsächlich ganz von der Person abhängig. :) Sehr viele Patienten wechseln den Therapeuten, weil die Chemie zwischeneinander nicht stimmt und finden erst im 2. oder 3. Anlauf einen Therapeuten, bei dem sie sich richtig wohl fühlen. :) Ob der Therapeut männlich oder weiblich ist, tja, das muss Deine Freundin nach ihren individuellen Bedürfnissen und Erfahrungen entscheiden. Ich z.B. gehe grunsätzlich nur ungerne zu weiblichen Ärzten (egal ob Hausarzt, Gynäkologe oder sonstiges). Mit welcher Art des Therapeuten (einfühlsam/deutlich) sie besser klar kommt, ist ebenfalls eine individuelle Sache... im Zweifelsfall: ausprobieren. ;)
Ich stimme Destiny da auf jeden Fall zu. Es gibt sicher kein Patentrezept für einen geeigneten Therapeuten. Ich glaube das gilt für alle Ärzte. Ich hatte schon ziemlich oft den Fall, dass mir jemand einen Arzt empfohlen hat, von dem er total begeistert war und als ich dann dorthin gegangen bin, war ich überhaupt nicht überzeugt. Bei einem Psychotherapeuten ist ein gutes Vertrauensverhältnis natürlich besonders wichtig. Man sollte den Therapeuten lieber einmal öfter wechseln, als dass die Therapie keinen Erfolg hat, weil man kein Vertrauen zum Arzt fassen kann. Ich bin im Netz auf eine Seite gestoßen. die ganz ausführliche Checklisten anbietet, die dabei helfen sollen, einen geeigneten Therapeuten zu finden.
Sie hatte letzte Woche bei nem Therapeuten ein Kennlern-Gespräch, was ihrer Meinung nach ganz gut verlief. Er ist ihr sympathisch und sie konnte sich ihm auch öffnen. Das Einzigste vor was sie momentan noch Angst hat: Sie bekam 2 Fragebögen zum Ausfüllen mit nach Hause, die sehr gezielt und tiefgründig typische Problembereiche behandelten. Und den Schritt zu machen, sich nochmals intensiv mit ihren Problemen auseinander zu setzen und sich damit einer noch so gut wie fremden Person komplett zu öffnen, fällt ihr eben schwer. Aber der Therapeut braucht diese Fragebögen, um sich dadurch ein detaillierteres Bild von ihr zu machen und die Dringlichkeit und die Art der Therapie bestimmen zu können.
Ja, auf Fragebögen stehen wir (in meinem Fall angehende) Psychologen/Therapeuten ;) Geht es Deiner Freundin schon etwas besser? :)
Es geht. Der Termin zur Besprechung der Fragebögen liegt jetzt auch schon ein paar Wochen zurück, wobei ihr der Therapeut beim ersten Gespräch sympathischer war als beim zweiten. Jetzt ist sie am überlegen ob sie nicht doch nochma zu nem anderen soll, zudem der bei dem sie jetzt war ne Wartezeit von ca. 4 Monaten hätte.
In letzter Zeit lässt sie die Suche aber auch etwas schleifen, da sie neben dem beruflichen Stress jetzt auch noch regelmäßig in die Physio muss. Aber ich werde sie schon noch dazu anhalten sich wieder mehr um ihr Therapie zu kümmern, denn man merkt ihr immer noch anhand vetschiedener Verhaltensweisen an, dass sie diesbezüglich noch unter Strom steht.
Ja, die Wartezeit ist immer ein großes Problem... aber die Zeit geht auch vorbei und gerade wenn es nicht so akut ist, ist das ja einigermaßen auszuhalten, man muss sich nur einmal dazu entscheiden. :)